Ausstellungen bieten Künstlern und Galerien die Möglichkeit, ihre Werke einem breiteren Publikum zu präsentieren. Doch wie bei jeder Art von Veranstaltung können auch Ausstellungen unvorhergesehene Ereignisse wie Unfälle, Diebstähle oder Beschädigungen ausgesetzt sein. Um sich und ihre Ausstellungsstücke abzusichern, ist es daher wichtig, eine passende Versicherung abzuschließen. In diesem Artikel möchten wir uns daher näher mit dem Thema “Versicherungsschutz für Ausstellungen” befassen.
Welche Risiken sollten abgedeckt werden?
Je nach Art der Ausstellung und der Art der ausgestellten Werke kann der Versicherungsschutz unterschiedlich ausfallen. Grundsätzlich sollten jedoch folgende Risiken abgedeckt werden:
– Diebstahl: Es ist keine Seltenheit, dass während Ausstellungen Kunstwerke gestohlen werden. Eine Diebstahlversicherung bietet hierfür Schutz.
– Beschädigung: Auch eine Beschädigung aufgrund von Fahrlässigkeit oder Unachtsamkeit ist nicht ausgeschlossen. Eine Versicherung kann hierbei den entstandenen Schaden abdecken.
– Feuer- und Wasserschäden: Bei Ausstellungen können durch beispielsweise Kurzschlüsse oder defekte Wasserleitungen Schäden an Kunstwerken entstehen. Eine Feuer- und Wasserschadenversicherung ist daher sinnvoll.
– Transport: Wird die Kunst ausgeliehen und zum Veranstaltungsort gebracht, kann es während des Transports zu Beschädigungen kommen. Eine spezielle Transportversicherung kann hier Schutz bieten.
Welche Versicherungen gibt es?
Es gibt verschiedene Arten von Versicherungen, die für Ausstellungen relevant sein können. Zu den wichtigsten gehören:
– Exhibition-All-Risks-Versicherung: Diese Versicherung deckt die meisten Risiken ab, die bei einer Ausstellung auftreten können. So sind beispielsweise Feuer-, Wasser- und Einbruchdiebstahl versichert. Auch Schäden während des Transports sind mitversichert. Diese Versicherung ist jedoch vergleichsweise teuer und daher vor allem für größere Ausstellungen sinnvoll.
– Eigenschadenversicherung: Diese Versicherung deckt Schäden ab, die an den eigenen Ausstellungsstücken entstehen. Sie kommt jedoch nicht für Schäden auf, die an anderen Kunstwerken entstanden sind.
– Fremdschadenversicherung: Diese Versicherung schützt vor Schäden, die der Versicherungsnehmer während der Ausstellung an anderen Kunstwerken verursacht hat.
– Transportversicherung: Ist eine Ausstellung an einem anderen Ort geplant, sollte auf jeden Fall auch eine Transportversicherung abgeschlossen werden. Sie deckt Schäden ab, die während des Transports entstehen können.
Worauf sollte geachtet werden?
Bevor eine Versicherung für eine Ausstellung abgeschlossen wird, sollten einige wichtige Punkte beachtet werden:
– Leistungsumfang: Der Leistungsumfang der Versicherung sollte genau durchgelesen werden. Hierbei sollte darauf geachtet werden, welche Risiken versichert sind und welche nicht. Oftmals gibt es Einschränkungen, welche Schäden genau abgedeckt sind.
– Versicherungssumme: Auch die Versicherungssumme sollte beachtet werden. Sie sollte ausreichend hoch sein, um den gesamten Wert der ausgestellten Kunstwerke abzudecken.
– Selbstausschluss: Ein Selbstausschluss sollte vermieden werden. Dabei handelt es sich um Ausschlüsse von bestimmten Risiken oder Beiträgen.
– Prämie: Die Prämie ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Art der Ausstellung, dem Wert der Kunstwerke und der ausgewählten Versicherung. Es empfiehlt sich, verschiedene Angebote zu vergleichen, um die passende Versicherung zu finden.
Fazit
Eine passende Versicherung ist für Ausstellungen unverzichtbar. Um sich und die ausgestellten Kunstwerke bestmöglich abzusichern, sollten verschiedene Versicherungen miteinander verglichen werden. Hierbei ist vor allem auf den Leistungsumfang, die Versicherungssumme sowie die Prämie zu achten. Mit einer entsprechenden Absicherung können Künstler und Galerien unbesorgt ihre Werke präsentieren und wissen, dass im Fall von unvorhergesehenen Ereignissen finanzielle Hilfe zur Verfügung steht.